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Buchmarkt: Selbstverlag.

March 3rd, 2009 by Dorothea

Die Mittler werden aussterben. Werden sie das tatsächlich?

“Das Branchenmagazin Publishers Weekly prognostiziert für 2009 “das schlimmste Jahr seit Jahrzehnten”.  […] Im Jahr 2008 gingen die Verkaufszahlen für Bücher Hardcover um 3,6 Prozent in den USA zurück. Der Einfluss des Internets auf den Buchmarkt sei riesig, so AAP-Vizepräsidentin [AAP = eine Vereinigung amerikanischer Verlage, DM] Tina Jordan.” schreibt Johannes Jolmes auf Zeit Online am 20.02.09.

Und jetzt kann man sich also seine Wikipedia-Artikel selbst kompilieren, ausdrucken oder gar drucken lassen. (Spreeblick heute.)

“Werden Verlage deshalb überflüssig? Wohl kaum. Denn nicht jeder Autor erreicht den Status eines Jaffe oder Weinberger (die zudem beide Universitäts-Professoren sind). Dennoch sollten Verlage aufpassen: Vom anderen Ende des Marktes her (also dem Long Tail) kommen Plattformen wie die readbox, die für Autoren ein wichtiges Instrument des Marketings sein können. Und wer dort Erfolg hat, aber keinen Verlag, wählt eben einen Print-on-demand-Anbieter als Partner.”  Matthias Schwenk schon 2007 auf seinem Blog BWL 2.0

Ansonsten kann ich allen, die ihre Familie oder Freunde nicht mit Diavorträgen (oder Beamer-Abenden) vom letzten Urlaub langweilen wollen, nur empfehlen, sich mal blurb anzugucken – damit lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Geschenke und sinnvolle Verwertung der Bilderberge. In zehn Jahren verschenkt man Fotobücher ja vielleicht auch digital? Oder bloß noch Memorysticks, hübsch mit Schleifchen drum und Kerzchen zum Auspusten drauf? Sehr romantisch!

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0 Kommentare bislang ↓

  • Ganz im Ernst? Ich sehe die on-demand-Bücher noch nicht. Sicher, möglich ist es – aber in der Regel ist es mit Druck und Gestaltung ja nicht getan.
    Wer über das Familienpaket hinaus produzieren möchte, wird sich mit Sicherheit auch weiterhin an den Profi wenden.
    Der verfügt über die Druckereien, den Zugang zum Barsortiment (ohne das eh kaum was geht) und über das ganze notwendige Backend, was sich für einen eigenen (und in der Regel einzigen) Titel nie und nimmer rechnet.

    Wie groß der Einfluss des Internet auf den Buchmarkt ist kann man daran sehen, dass zahlreiche kleine Buchhändler sich gerade erst an das Fax gewöhnt haben. (Mitlesende ausgeschlossen) 😉

  • auweia, ich hab gar kein fax mehr und ärger mich immer, wenn leute irgendwas gefaxt haben wollen und es nicht übers netz läuft… grins.
    bod schreibt wohl ganz gute zahlen, das bestseller-beispiel aus den usa (zeit-artikel) scheint mir aber auch eher die ausnahme zu sein.
    und was den buchmarkt betrifft: hat das internet da nicht auch schon den größten anteil?

  • Also zwecks BOD werden gerade Fachbücher schon seit Jahren so gedruckt – maybe kommt das Prinzip noch nicht so recht bei den großen Autoren oder Prosa-Schreibern an aber ich bin mir sicher das es das bald wird.

    Jeder Dumme kenn ein Buch drucken und aus persönlichen Erkentnissen kann ich bestätigen, dass der Buchdruck tatsächlich oft billiger ist das der Digitale Download… (für den Autor/Verkäufer).

    Ich glaube auch nicht, dass Digitale Downloads “echte” Bücher ausrotten werden (*g* Cross Commenting zum Artikel weiter unten zu den Digitalen Downloads). Ein Buch verliert einen großen Teil seines USP wenn man es nicht in der Hand halten kann. Zudem ist lesen am PC unbequem auf dauer und mal im Ernst – welcher ernsthafte Prosa-Fan würde einen 600 Seiten Wälzer am PC Monitor lesen? Ich bestimmt nicht!

    Ich glaube nicht das sich der Rückgang in den USA groß an das Internet koppeln lässt – die wenigsten Bücher gibt es zum direkt online lesen im Internet.

  • @Stefan: nur ganz schnell zum Buchmarkt in den USA, ich bin heute nämlich zufällig auf einige Seiten gestoßen, die eBooks for free zum Download anbieten: Project Gutenberg Online Katalog hat mehr als 27.000 Bücher zum gratis runterladen, die World eBook Fair, die wieder vom 4. Juli bis 4. August 2009 stattfindet verspricht sogar 1,5 Mio (!) eBooks (das restliche Jahr zahlt man eine einmalige Gebühr von knapp 9 Dollar und kann dafür immerhin noch 500.000 eBooks downloaden) und Planet eBook bietet passende Schullektüre (für den Englisch Unterricht zumindest). Und auf der Zeit gibts seit einiger Zeit die Funktion, sich ein Buch zusammenzustellen – natürlich find ichs jetzt nicht auf die Schnelle, werds mir aber noch Mal angucken.

    Ansonsten, ja, ich glaube auch daran, dass die Haptik eines Buchs weder durch Downloads noch durch Lesegeräte ersetzt werden kann. Neugier ist auf die neuen Geräte ist zwar da, die überwiegende Reaktion bei ugf. 120 Befragten (nicht repräsentativ, aber immerhin) war allerdings ein klares Nein zum eBook.

  • Vielleicht liegt das auch einfach an unserer Generation und unsere Kinder finden Bücher dann voll umständlich 😀 wenn sie denn überhaupt noch lesen ^.^!

  • @Stefan: Lesen?! Ich habe gerade einen neuen Post dazu im Hinterkopf (nochmals an Selbstverlag anknüpfend), der hoffentlich in den nächsten Tagen fertig wird und dann warten auch immer noch unsere Umfrageergebnisse auf Veröffentlichung von wegen: wirst du deinen Kindern vorlesen usw.