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Networking: Twittwoch Berlin und Twittagessen beim O’Reilly Verlag Köln

September 13th, 2009 by Dorothea

Anfang September stand ganz im Zeichen des Twitterns. Zuerst fand in Berlin ein sehr guter Twittwoch statt. Kurz zur Erklärung: Twittwochs sind Treffen von Unternehmenstwitterern in mehreren deutschen Städten, die sich über Best Practice und ihre Erfahrungen austauschen. Organisiert von Susuh merkt man, wie das Twittern auch in Deutschland immer professioneller wird – die Vorträge werden von mal zu mal ausgereifter, die Treffen immer besser besucht.

Beim O’Reilly Verlag

Twitter-Treffen, die ich bisher noch nicht kannte, sind die sogenannten Twittagessen. Hier trifft man sich zum Lunch und tauscht sich in der Mittagspause aus. Die Kreation ‘Twabendessen’ mag weniger gut klingen, praktischer ist sie aber alle Mal, da mehr Zeit nach hinten bleibt. Da ich letzte Woche nach Köln gereist bin, eigentlich um an der MBC 09 (die Microblogging Konferenz) teilzunehmen, hatte ich die Möglichkeit, bei einem Twabendessen mit dabeizusein. Der O’Reilly Verlag lud zum Pizzaessen ins Verlagshaus ein und mit Glück habe ich noch einen Platz ergattert.

Es waren nicht nur sehr viele sehr nette Verlagsmitarbeiter da, sondern auch eine bunte Mischung an Twitteristi aus Köln, Bonn, Düsseldorf und sogar aus Bayern – liebe Grüße aus Berlin an dieser Stelle und ich wäre sehr gerne beim nächsten Treffen dabei! Aber vielleicht klappts ja auch mal in Berlin…

Twabendessen beim O'Reilly Verlag in Köln

Twabendessen beim O'Reilly Verlag in Köln

Mehr Bilder gibts auf dem Verlagsblog zu bestaunen, wir alle durften uns anschließend über eine kleine Nikolaustüte freuen, in der sich u.a. das neue Twitter-Buch von O’Reilly, verfasst von Mr. Web 2.0 Tim O’Reilly und Sarah Milstein, befand.

Das Twitter-Buch

Das Twitter-Buch ist ein guter Einstieg für Twitter Anfänger, insbesondere für diejenigen, die für ihre Firma twittern wollen. Das erste Kapitel erklärt die wichtigsten Begriffe, das zweite Kapitel wie man herausfindet über was man twittern könnte und wie man Themen im Überblick behält, dass es sinnvoll ist, erstmals zuzuhören (Twitter ist kein Direktmarketing-Kanal zum Rausposaunen des neuesten Werbespruchs) und welche Programme einem dabei helfen. Danach kommen ein paar Kapitel darüber wie man gut twittert. Tricky, aber gut gelöst. Um Themen zu vertiefen sind oft Links zu Blogs und anderen Quellen angegeben, der Textumfang des Buchs erschlägt einen also nicht.

Zwei wichtige Tools für Business Twitterer, die ich noch nicht kannte: zum einen Twist, mit dem man Themen auf ihre Popularität überprüfen kann und zum anderen TweepDiff. Damit lassen sich Follower mehrerer Benutzerkonten vergleichen, was hilfreich ist, “wenn es zwischen mehreren Konten Überschneidungen der Auftraggeber gibt” (S. 229) Und dann noch der wichtigste Businessmicroblogger Tipp überhaupt: möglichst wenig über das eigene Unternehmen tweeten…

Für mich sehr interessant war das vierte Kapitel: Informationen und Ideen weitergeben. Eine Statistik (S. 162) hat es mir dabei besonders angetan, das “an den richtigen Tagen posten”. Die optimale Anzahl an Tweets um wahrgenommen zu werden, sind sage und schreibe 22 Tweets pro Tag (vielleicht sollte man die Schlagzahl aber nicht gleich von 4 auf 22 erhöhen…) und Mittwoch und Donnerstag ist am meisten los im Twitterversum – die beste Chance, um retweetet zu werden. Die genauen Statistiken finden sich auch online (von Hubspot gibt es auch ein kostenloses Webinar als Einführung, wie man Twitter im Marketing nutzen kann).

Der Haken? Nun, ein Buch veraltet in Web 2.0 Zeiten recht schnell, als Einführung ist es aber trotzdem genau das richtige und alle von mir ausprobierten Links funktionieren. Das Design, nun gut, wie von Spreeblick bemängelt ist es sehr einfach gehalten -nennen wir es mal funktional- und die deutsche Twitterszene kommt ein bisschen zu kurz, aber da kann man sich dann ja gleich selbst reinstürzen.

Ach ja, auf Google Books (hm, sehr praktisch) gibt es einen limitierten (zeitlich? Seitenzahl?) Blick in die englische Ausgabe… Und wer darüber twittern möchte: der Hashtag ist #twitterbuch oder #twitterbook – Erklärungen finden sich im Buch.

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