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Twitter und Twitter-Tools

September 14th, 2009 by Dorothea

Das tolle Twitter-Buch vom O’Reilly Verlag, das nette Twabendessen und der letzte Twittwoch in Berlin sind der Grund für eine kleine Zusammenstellung der Tools, die ich zum twittern nutze. Es ist eine sehr persönliche und kleine Auswahl an kostenlosen Hilfsmitteln zum Twittern (kurz: Twitter Tools), die gerne ergänzt und erweitert werden kann.

Programm bzw. Twitter-Client oder -Browser

Die Twitter Website ist der Ausgangspunkt. Hier legt man sich sein Profil an, beginnt Leuten zu folgen und irgendwann wird die Timeline, der Stream immer voller und braucht immer raschere Updates, je höher die Friendszahlen werden. Außerdem hatte ich irgendwann das Problem, zwei Konten zu nutzen. Eins sollte privater, das andere für den Verlag sein, mittlerweile mischt sich das ziemlich, doch das nur am Rande. Jedenfalls war das ein- und ausloggen immer unheimlich umständlich, daher begann meine Suche nach anderen Programmen.

Am besten gefällt mir dabei Hootsuite, eine andere Webseite, bei der ich mir ein Profil erstellt habe, in der meine beiden Twitterkonten angezeigt werden. Hier ist das Wechseln zwischen den Accounts nur ein Mausklick, das Versenden vom jeweiligen Account nur ein Häckchen setzen und los gehts. Ein weiterer Vorzug ist die gute Übersichtlichkeit. Hier kann ich mir den Stream (die Timeline), meine gesendeten Tweets, meine ausstehenden Tweets (man kann Zeiten festlegen, zu denen ein Tweet verschickt werden soll), die Antworten und Erwähnungen (Replies und Mentions) oder auch direkte Nachrichten (Direct Messages, DM) in extra Kolumnen anzeigen lassen. Kein Seitenwechsel nötig, einfach nur ein bisschen nach rechts scrollen. Fürs Themenmanagement habe ich mir außerdem eine Schlagwort-Kolumne eingerichtet. Alle Tweets, die ein bestimmtes Keyword enthalten (z.B. Google-Book-Settlement) werden hier eingespeist und sind jederzeit für mich abrufbar.

Was Hootsuite leider nicht kann, ist die Friends (also die Leute, denen man folgt oder followt) in Gruppen zu unterteilen. Dieses sehr sehr nützliche Feature bietet TweetDeck. Hier kann ich also meine “Friends” in Gruppen einordnen wie “privat”, “Marketing”, “Verlage” usw. und, es gibt eine App dazu, die mir die einfache mobile TweetDeck-Nutzung vom Smartphone aus möglich macht. Wenn ich das wollte, könnte ich außerdem meinen Facebook-Account mit TweetDeck verknüpfen und dieses Konto gleich mit updaten. Will ich aber nicht. Im Gegensatz zu Hootsuite ist TweetDeck ein eigener Browser, also ein Programm, das ich downloade und extra aufmachen muss, während ich Hootsuite immer als Tab im Firefox offen habe.

Tools und Hilfsmittel

Um an Themen dranzubleiben, Leute zu finden usw. bringt die Advanced Twitter Search eine Menge. Um noch mehr Leute zu finden und vielleicht auch von ihnen gefunden zu werden, ist Twollo eine Möglichkeit. Hier gibt man Keywords ein und legt fest, wievielen Leuten, die dieses Keyword tweeten, man automatisch folgen möchte. Twollo schickt einem sogar eine Mail mit den Zahlen. Es gibt eine Unzahl ähnlicher Seiten, die für mich persönlich nicht relevant sind (ich lasse mich gern eines besseren belehren), eine gute Auflistung findet sich bei Mashable, einem Blog, den man lesen sollte, wenn man “beruflich” twittern möchte (es gibt auch schon ein Twitter Guidebook von ihnen).

Immer, wenn ich wissen möchte, wer mir eigentlich folgt und ich einen kompletten Überblick bekommen möchte kehre ich übrigens auf die Twitter Homepage zurück und klicke mich durch – leider habe ich noch keinen besseren Weg gefunden um herauszukriegen, wer von den neuen Followern interessant ist, wer eher nicht oder sogar einfach ein Spammer. Ein weiteres Tool, das ich ab und an dafür nutze ist Twitter Karma. Diese Seite analysiert, welche Leute mir folgen, denen ich folge oder auch nicht und welchen Leuten ich folge, die mir nicht folgen. Um genau zu analysieren, was ich wie tweete und wie ich mich damit so mache, benutze ich Tweet-Rank und Twitalyzer.  Kann sehr aufschlussreich sein. Und ideas2mobile hat gerade noch einen Artikel empfohlen, in dem noch mehr Tools aufgeführt sind, wie Twitter Analyzer, die eine Art Google Analytics Funktion fürs Twittern übernehmen können.

Motivation und Nutzen

Zuerst war die Neugier, dann kam der Spaß und schließlich auch noch der Nutzen… Jetzt habe ich das alles auf einmal und kann verstehen, wenn man die Ansicht vertritt, Twitter eigne sich nicht für Marketing – direktes Marketing, direkter ROI sicherlich nicht, indirekt aber eine ganze Menge. Eine kritische Web 2.0 Bestandsaufnahme und interessante Meinung zum bloggen und twittern

Schlagworte:   · · · 1 Kommentar

1 Kommentar bislang ↓

  • Dank für den interessanten Erfahrungsbericht. Wie du ja indirekt sagst, geht es bei all den Möglichkeiten die Social Media bietet auch darum, die Spreu vom Weizen zu trennen und zu überlegen was man wirklich braucht. Die Vernetzung von allem mit allem sollte kein Selbstzweck sein.
    Die Gruppenfunktion von TweetDeck nutze ich übrigens auch, das hilft ungemein, den Überblick zu behalten.

    Hagen Koihn