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Underground Library von NYC

October 24th, 2009 by Dorothea

Als ich letztes Jahr im Urlaub Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes gelesen habe, war ich enttäuscht. Was für eine tolle Idee mit der Bibliothek der vergessenen Bücher und wie schade, dass dieser Ort so völlig unterging.

Das Buch ist bestimmt zurecht ein Bestseller, ich hätte nur einfach eine andere Geschichte zu diesem starken Bild spannender gefunden. Jetzt bin ich auf ein Projekt gestoßen, das mich unheimlich begeistert und wieder mit diesem Bild der Bibliothek arbeitet.

Auf einem der sogenannten Crowdfunding-Portale, Kickstarter, auf dem ich dank Kulturmanager gelandet bin, kann man momentan ein zweites Mal für The Underground Library in New York City Geld stiften.

Dieser selbsternannte Untergrund- Buchclub will Bücher von Nachwuchsleuten aus NY aufspüren, herausbringen und vertreiben – wer Mitglied wird (indem er bei Kickstarter eine Summe spendet), wird über Veranstaltungen informiert (geringste Spendensumme) oder erhält von jedem gedruckten Buch ein Exemplar. In diesen Genuss kommt, wer etwas mehr spenden will. Das Widget hier im Post zeigt die erste erfolgreiche Spenden- und Mitgliederwerbeaktion, jetzt läuft gerade eine zweite – mit 3.000 Dollar kommt man auch nicht soweit, wenn man mehrere Bücher drucken will.

Auch ein Autor versucht übrigens, einen Vorschuss zu sammeln, um sein nächstes Buch schreiben zu können. Diese Crowdfunding Portale können sicher nicht die Lösung für die Probleme der Kulturbranche, eine interessante Möglichkeit für gewisse Projekte sind sie aber auf alle Fälle.

Mehr bei der NY Times.

Schlagworte:   · · 2 Kommentare

2 Kommentare bislang ↓

  • Tja, ich bin auch skeptisch, ob das mit der Vorfinanzierung ein tragfähiges Modell ist. VioWorld hatte zu diesem Thema unter “Net Powered Artists” eine Blogparade initiiert: http://vioworld.de/blog/
    Im Musikbereich ist Sellaband ein ganz spannendes Projekt, aber die komplette Finanzierung eines Albums funktioniert nur bei wenigen…

  • Die Lösung sind sie vielleicht nicht, aber solche Ansätze können ein Schritt in die richtige Richtung sein. Vielleicht kommen wir irgendwann einmal an den Punkt, wo es erstens technisch möglich ist, mit zwei Mausklicks Geldbeträge online zu überweisen.

    Und zweitens sind wir dann auch bereit, jemandem für sein Werk eine entsprechende Wertschätzung entgegen zu bringen. Das kann dann durchaus auch in Form eines (geringen) Geldbetrags sein.