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Verlagsgründung für Anfänger

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Neue Geschäftsmodelle 2

January 5th, 2010 by Dorothea

Die Zeitungsbranche ist ja 2009 ganz schön durchgeschüttelt worden, was zu vielen Diskussionen und allerlei Schuldzuweisungen führte. Während manche auf den nächsten Apple-Streich hoffen, setzen andere auf Geschäftsmodelle, die mehr oder weniger in der Individualisierung von Inhalten bestehen.

Den konsequentesten Weg bei alter Form geht dabei sicherlich niiu. Niiu ist eine Zeitung, die man sich selbst aus mehreren Blättern wie der Frankfurter Rundschau, der Taz, dem Tagesspiegel oder auch der New York Times zusammenstellen kann. Für jedes Ressort – Titelseite, Seite 2+3, Feuilleton, Sport, Wirtschaft, Politik,…- besteht Wahlmöglichkeit aus welcher Zeitung und in welchem Umfang die persönliche niiu mit Inhalten gefüttert werden soll. Als weiteres Plus kommen noch Inhalte aus dem Netz in die Druckausgabe – gerade hier ist die Auswahl aber noch sehr beschränkt. Geliefert wird die persönliche Zeitung jeden Morgen nach Hause – vorausgesetzt man lebt in Berlin und das System spinnt nicht bei der Anmeldung rum, aber ich versuche es weiter!

POD von presse+buch Am U-Bahnhof bin ich gestern auch noch auf dieses Modell gestoßen. K Presse + Buch bietet individuelle Print on demand (POD) Zeitungsausgaben an. Wer morgens am Zoo vorbeifährt, kann sich hier in wenigen Minuten (angeblich) ein eigenes Exemplar ausdrucken lassen. Als Pilotprojekt startete dieses POD-Modell vor zehn Monaten in Hamburg, scheinbar war es erfolgreich genug, um nun auch in Berlin an den Start zu gehen. Mehr hier.

Schlagworte:   · · 3 Kommentare

3 Kommentare bislang ↓

  • Klingt nicht schlecht diese Idee. Interessant wäre jetzt noch, ob diese Zeitung billiger ist also die normale Tageszeitung, weil wenn man dabei auch noch Geld sparen kann, schlägt das ein wie eine Bombe 🙂

  • Origineller Einfall, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein Modell für die Zukunft sein wird. Wer nicht am Bildschirm lesen mag, kann sich doch die entsprechenden Newsfeeds auf seinen Reader kommen lassen und dann ausdrucken.

  • Echt interessanter Artikel. Gibt es auch so was fürs Internet? So in der Art, wie ein ebook. Zeitung zum downloaden, des wärs. In der S-Bahn sich schnell die selbst erstellte Zeitung über Handy oder Laptop lesen.